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Abschlussempfang
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder würdigte bei der Abschlussveranstaltung des Modellprogramms "Neues Wohnen" am 6.7.2010 die bisherigen Erfolge und dankte den Beteiligten. In dem dreijährigen Modellprogramm, das auf den Wunsch vieler alter Menschen möglichst lange selbständig und selbstbestimmt in vertrauter häuslicher Umgebung wohnen zu können abzielte, wurden u.a. Konzepte mobiler Wohnberatung erprobt z.B. suchten Wohnberaterinnen und -berater ältere Menschen auf Wunsch in deren Wohnung auf, um den Bedarf an notwendigem Umbau und Unterstützung einschätzen zu können. Über die Beratungsangebote hinaus entstanden neue Kooperationsformen für neue Wohn- und Lebensformen, es wurde ein Handlungsleitfäden zu spezifischen Themenschwerpunkten erstellt und verschiedene Fachveranstaltungen durchgeführt.
Wohnprojektetag in StuttgartUnter dem Motto "Anders leben als gewohnt – selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen in Stuttgart", fand im Stuttgarter Rathaus am 8. Mai 2010 der erste Stuttgarter Wohnprojektetag statt. In Referaten, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten konnten Interessierte erfahren, welche gemeinschaftlichen Wohnformen und -projekte es derzeit in Stuttgart gibt. Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht von Klaus Ehrenheim.
Veranstaltung in Villingen25. März 2010 Villingen: Alternative Wohnmodelle im Alter Zu dieser Veranstaltung des Förderverein für Gemeinschaftliches Wohnen e.V. (GLW) in Kooperation mit der Planungsgesellschaft Wohn.Kraft.Werk Schwarzwald-Baar GbR und der Architektenkammer kamen über 50 Interessierte in das Villinger Landratsamt. Nach einer Einführung durch den GLW-Vereinsvorsitzenden H.-J. Neudörfer und Grußworten durch den Sozialdezernenten des Landkreises, Jürgen Stach, folgten Vorträge von Dr. Albrecht Göschel, dem Vorsitzenden des Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. ("Gemeinschaftliche Wohnprojekte, eine neue Form der Lebensversicherung") und Alexander Grünenwald, dem Geschäftsführer der BauWohnberatung Karlsruhe ("Realisierte und geplante Beispiele Gemeinschaftlichen Wohnens in Baden-Württemberg").
Den Abschluss bildeten die lokalen Akteure von Wohn.Kraft.Werk., Gerd Zulley und Harald Mayer mit einer umfassenden Vorstellung ihres Konzeptes für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vor Ort. Die engagierte Schlussrunde machte deutlich, dass der Gedanke dieser Thematik auf die Zuhörer übergesprungen war. Die Zuhörer brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass solch ein gemeinschaftliches Wohnprojekt unbedingt im Umfeld von Villingen anzustreben sei, InteressentInnen gäbe es genug!
Erste Tagung des "Bundesverbandes Baugemeinschaften e.V."Am 18. März 2010 fand unter dem Thema "Stadtentwicklung mit Baugemeinschaften - reiche Erfahrungen, neue Perspektiven" die erste Tagung des im Dezember 2008 gegründeten Vereins "Bundesverband Baugemeinschaften e.V." in Freiburg im Breisgau statt. Die Wahl des Veranstaltungsortes war bestimmt nicht ohne Grund die Breisgaumetropole, kann man in Freiburg auf eine gut 20 jährige Erfahrung mit nachhaltiger Stadtentwicklungsprojekten wie Vauban und Rieselfeld verweisen und zu recht behaupten, dass diese Erfolgsmodelle tatsächlich funktionieren.
Nach den Begrüßungsreden folgten thematisch unterschiedliche Podiumsdiskussionen. Das erste Podium zeigte den unterschiedlichen Umgang von Kommunen mit dem Thema Baugemeinschaften auf. Es ist unbestritten, dass die Kommunen große Gestaltungs- und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Etablierung von Baugemeinschaften als innovative Wohnformen haben. Einige Kommunen richten Beratungsstellen ein, die den formellen als auch informellen Entwicklungsprozess einer Baugemeinschaf begleiten. Der soziale (informelle) Aspekt im Sinne der Integrationsleistung von Baugemeinschaften wurde auf dem zweiten Podium "Soziale Integration und Baugemeinschaften" diskutiert. Abschließend wurden "Neuen Aufagbefelder - neue Perspektiven" vom dritten und letzten Podium unter strategischen Gesichtspunkten in den Blick genommen.
Das Publikum erhielt alles in allem einen sehr guten Rundumeinblick in diese Form der Stadtentwicklung und eine gute Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung.
Zweite i3-Akademieveranstaltung in Enzklösterle
Am Samstag den 30. Januar stand Dr. A. Göschel, der Berliner Soziologe und Vorsitzende des Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. (FGW), im Mittelpunkt der zweiten i3-Akademie- veranstaltung. Trotz extremer Winterbedingungen kamen manche Gäste aus Freiburg, München oder sogar aus Düsseldorf ins verschneite Enzklöästerle. Nach einer Einführung durch die Akademieleiterin Jutta Grünenwald und einer Begrüßung durch den Bürgermeister und der Hotelbesitzerin, stellte Alexander Grünenwald Herrn Dr. Göschel vor. Die ca. 30 Teilnehmer aus verschiedenen Projektgrupen konnten gar nicht aufhören, ihre brennenden Fragen an den Referenten loszuwerden.
Herr Dr. Göschel nannte viele gute Gründe, sich gegenüber dem Gemeinschaftlichen Wohnen im Sinne lokaler selbstorganisierter Solidargemeinschaften zu öffnen. Gerade im Zusammenhang mit künftig weiter anwachsenden Kosten für Sozialleistungen und einem fortschreitenden Wegbrechen familialer Netze gäbe es ernstzunehmende, pragmatische Gründe, die für solche Wohnprojekte sprechen. Sehr hilfreich waren dabei die vielen anschaulichen bis autobiografischen Beispiele, die die Aussagen des Soziologen lebendig untermalten. |
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